• Sonntag , 15 Dezember 2019

Schweden muss Regeln der Online Casinos überdenken

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SchwedenIn der Online Casino Szene genießt Schweden eigentlich einen guten Ruf. Zahlreiche Anbieter haben ihre Wurzeln im nordeuropäischen Staat, arbeiten aber reguliert von Malta aus – und dies nicht ohne Grund. Die schwedische Gesetzgebung zum Onlinespiel widerspricht massiv den Richtlinien der Europäischen Union. Von der EU-Kommission gab es nun eine aktuelle Rüge inklusive der Androhung einer Geldstrafe.

Die Situation im hohen Norden

Die Exekutive der Europäischen Union, das höchste Gericht Europas, sieht in zwei getrennten Fällen bei einer Beschränkung der Glücksspiellizenzen an nur staatliche Betreiber in Schweden eine Verletzung des EU Rechtes. Es wird eine Änderungen des schwedischen Glücksspielrechtes verlangt, damit es konform mit EU-Recht geht. Dies ist schon lange ins Auge gefasst worden, aber wurde nie umgesetzt. Die beiden Fälle betreffen die Lizenzierung für Online-Wetten und für Poker-Spiele. Das Sportwettenmonopol wurde ebenfalls an den Pranger gestellt.

In Deutschland sieht es nicht besser aus

In Deutschland muss aber niemand an den Zeigfinger heben. Hierzulande ist man mindestens genauso rückständig. Die Länderkammer beschloss erst vor wenigen Tagen, dass es kein Bedürfnis für eine Harmonisierung der Vorschriften in den Mitgliedsstaaten gebe. Damit entsprechen die Vorschriften in Deutschland bis auf weiteres nicht den Richtlinien der EU. Der europäische Verband der Glücksspielanbieter EGBA bewertet diese als unzulässige Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit.

Es geht ums Geld – alles andere sind Lügen

Im kommenden Jahr wird im europäischen Online Gambling ein Umsatz von 13 Milliarden Euro erwartet. Aktuell steigen die Zahlen der Casinos jährlich um 15 Prozent. Davon können andere Branchen nur träumen. Zum Vergleich: Der deutsche Lotto- und Totoblock hat in den letzten zehn Jahren einen Umsatzrückgang von acht auf sieben Milliarden Euro verkraften müssen – Tendenz schnell und rapide fallend. Die deutschen Gesetzesgeber stemmen sich mit aller Macht gegen neue Regeln. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann steht vor allem der Schutz der Bürger vor „schnellen, suchtfördernden Spielformen” im Vordergrund. Die Aussage kann schon fast als Hohn bezeichnet werden – es geht nur um den schnöden Mammon.

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